Antrifttalsperre

Nutzung: Hochwasserschutz

Höhe über NN: 277 m

LAWA-Typ: Talsperre, ungeschichtet

Größe: 31,0 ha bei Sommerstau

 

Größte Tiefe: 10,0 m

Die Antrifttalsperre war mäßig bis stark mit Phosphatphosphor belastet. Somit war eine hohe Algenentwicklung im Stausee vorhanden, die nach den Chlorophyllmessungen im April und im September ihre stärkste Ausprägung hatte. Dies hatte zur Folge, dass das oberflächennahe Wasser hohe pH-Werte bis zu 10,0, hohe Sauerstoffübersättigungen und hohe Werte organischer Summenparameter gemessen wurde. Gleichzeitig war die Sichttiefe im Stausee auf 1,0 m vermindert.

Während der Juniuntersuchung war der Stausee thermisch labil geschichtet und wies ein großes Sauerstoffgefälle auf. Bereits in 5 m Wassertiefe herrschte ein Sauerstoffgehalt von 3,8 mg/l, in größeren Wassertiefen sank er unter 1 mg/l ab. An dem letzten Augusttag war bei Regenwetter die sauerstoffzehrenden Prozesse so stark, dass dies den Sauerstoffhaushalt des ganzen Stausees stark beanspruchte: der Sauerstoffgehalt war an der Oberfläche auf 2,5 mg/l reduziert, vor Grund ging er gegen Null.

Die Trophieparameter ergeben einen mittleren Trophieindex von 3,4 und kennzeichnen die Antrifttalsperre als stark eutrophes Gewässer. Der Trophieindex lag höher als im Vorjahr aber deutlich unter dem des Jahres 2002, wo er einen polytrophen Gütezustand aufwies.